Überraschung bleibt aus
Geschrieben von: Paul Hofmann Sonntag, den 09. Oktober 2011 um 15:53 Uhr
In einem Bundesligaspiel, so spannend wie das Wetter von gestern, aber ansehnlich wie die Wetterfrau von morgen, triumphierten souveräne Hachinger erwartet deutlich mit 3:0 (17; 21; 22) über die NETZHOPPERS KW-Bestensee.
Ungeachtet jedweder Freude über den Heimspielauftakt legte Generali los wie die Feuerwehr: Druckvolle Flatteraufschläge und die damit verbundene Unsicherheit in den Reihen der Culic-Sieben sorgten für eine 6-Punkte-Führung zur ersten technischen Auszeit. Die NETZHOPPERS-Regisseure Jankowski (späterer MVP seiner Mannschaft) und Schwarz verstanden es zwar trotz beständig hoher Laufleistung zunehmend besser, ihre Angriffsriege um Diagonalspieler Fuchs in Szene zu setzen, doch die Gäste aus Süddeutschland konnten ihren Vorsprung dank einer konzentrierten Leistung in der Feldabwehr aufrechterhalten. Ein kurzes Aufbäumen, angefacht durch einige fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen, sorgte für Ergebniskosmetik, die mehr als ein 17:25 aus Sicht der Hausherren jedoch nicht mehr zuließ.
Einen neuerlichen Anfangsfauxpas a la Satz 1 ließen die Brandenburger auf Anraten ihres Trainers Culic in Durchgang Nummer 2 aus. Mittlerweile gelang es sogar, die Hachinger Zuchthengste Cedeno und Günthör im Block zu überwinden, sodass Gästecoach Mihai Paduretu beim 12:10 zur 30-sekündigen Besinnungszeit bat. Nach ausgeglichener Satzmitte, in deren Verlauf sich die NETZHOPPERS das angestrebte Prädikat „ebenbürtig“ erwarben, galt dann wieder: Fehler bei Haching? Das ist als würde Boris Becker eine weiße, blonde Frau daten. Folglich verbuchte das Topteam aus Bayern ohne große Lust auf Spannung den nächsten Satzerfolg (21:25).
Unverändertes Bild bot sich den 646 Schaulustigen auch im abschließenden Satz. Die Hausherren bemüht, doch um gegen souverän aufspielende Mannen Paduretus Zählbares zu erlangen, bedarf es einer größeren Konstanz. So konnte Zuspiel-Irrwisch Skladany weiterhin mit einer Ruhe Regie führen als wäre er der Fahrlehrer von Daniela Katzenberger und die NETZHOPPERS-Offensivreihe scheiterte am Hachinger Block wie die FDP an der 5-Prozent-Hürde. Eine kurze Serie sorgte für ein durchaus schmeichelhaftes 22:25 für die Hachinger, auf deren Seite Max Günthör zum wertvollsten Spieler gekürt wurde.
Als wertvoll schätzte Coach Mirko Culic im Anschluss nicht nur des Gegners Spielführer, sondern auch den eigenen Kampfwillen ein: „Es war überaus positiv, dass sich die Jungs auch von größeren Rückständen gegen starke Hachinger nicht aus der Bahn werfen ließen.“ Insgesamt sei man zum Heimspielauftakt der neuen Saison Zeuge eines typischen Duells gegen Topteams geworden, da diese „immer in der Lage sind, ein paar Prozent draufzupacken“.
Gelegenheit, ein solches Spitzenteam der Liga aus nächster Nähe anzuschauen und sich von dessen Qualität zu überzeugen, haben die NETZHOPPERS bereits am Mittwoch. Dabei wird man auswärts ab 20 Uhr die Klingen mit Serienmeister VfB Friedrichshafen kreuzen.
Paul Hofmann
Kommunikation NETZHOPPERS
Dank unserer fleißigen Fotografen gibt es Bilder von Dagmar Jaschen und Wolfgang Purann.
































































