In Bundesliga, Netzhoppers

Ein ganz besonderes Volleyball-Bundesligaspiel haben die Netzhoppers SolWo Königspark KW am Samstagabend vor der Brust, wenn sie um 18 Uhr in der Innsbrucker Universitätssporthalle auf die heimischen Hypo Tirol Alpenvolleys Haching treffen. Es ist das erste Punktspiel in der Bundesligageschichte der Dahmeländer überhaupt, dass sie nicht in Deutschland, sondern im benachbarten Österreich austragen müssen.

Diese Begegnung, wie natürlich auch die anderen Partien gegen Teams aus Deutschland, ist nur möglich geworden, da im Oktober 2016 die deutsche Volleyball Bundesliga (VBL) verkündete, dass zur Saison 2017/18 erstmals eine Wildcard für die höchste deutsche Spielklasse vergeben werde, um freie Startplätze in der Liga zu besetzen. Das die Innsbrucker angesichts der fehlenden Konkurrenz in der Heimat nach neuen Wegen suchten, gingen sie eine Kooperation mit dem ehemaligen deutschen Pokalsieger und Vizemeister TSV Unterhaching ein. Die Liga erteilte dem deutsch-österreichischen Projekt eine Ausnahmegenehmigung. In der Saison 2017/18 spielt die neue Mannschaft unter dem Namen Hypo Tirol Alpenvolleys Haching in der deutschen Bundesliga. „Ich finde diese Idee nicht schlecht, da die Truppe aus Innsbruck für mehr Qualität in unserer Liga sorgt“, so Netzhoppers-Coach Mirko Culic, „ich hoffe nur, dass dieses Projekt eine dauerhafte Lösung sein wird und nicht nur auf eine Spielzeit begrenzt ist.“

Mit großen Personalproblemen haben die Brandenburger am Freitagmittag die Reise ins 750 km entfernte Innsbruck angetreten. Für Filip Gavenda, der aufgrund von Knieproblemen bereits die Heimpartie gegen die United Volleys verpasste, kommt der Einsatz noch zu früh. „Teamarzt Kay Dragowsky hat kein grünes Licht für die Begegnung gegeben“, informiert Culic, der noch auf einen weiteren wichtigen Eckpfeiler in seiner Mannschaft verzichten muss. „Björn Andrae musste am Freitagmorgen wegen sehr starken Halsschmerzen  zum Arzt. Auch er ist nicht mitgereist.“ Hinzu muss er auf Timo Schlag verzichten, der an der Schulter verletzt ist und sicherlich noch einige Wochen fehlen wird. Nikola Poluga hat das Team zwar nach Österreich begleitet, aber auch hinter seinem Einsatz steht ein ganz dickes Fragezeichen, da er zurzeit an einer Sehnendehnung in der Ferse laboriert.

Nicht nur die Netzhoppers haben mit großen Personalproblemen vor dem letzten Spiel der Hinrunde zu kämpfen, sondern auch die Gastgeber aus Innsbruck. Die Verletzung seines ersten Aufspielers Danilo Gelinski bereitet Cheftrainer Stefan Chrtiansky etwas Kopfzerbrechen vor dem Duell gegen die Brandenburger: „Die Verletzung von Danilo schmerzt natürlich unheimlich. Wir haben aber mit Daniel Koncal einen hervorragenden Ersatzmann, verletzten sollte er sich aber nicht, denn sonst haben wir im nächsten Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen wirklich ein großes Problem.“ Mit dem Spiel gegen die Netzhoppers verabschieden sich die AlpenVolleys auch aus ihrer bisherigen Heimstätte, der Universitätssporthalle, bevor es dann endgültig in die 8000 Zuschauer fassende Olympiaworld geht.

„Die Tiroler spielen in eigener Halle eine ziemlich soliden und stabilen Volleyball. Sie sind zudem einer sehr erfahrene Mannschaft, deshalb wird es für meine ,Rumpftruppe’ wirklich schwer, dort zu bestehen“, so der Netzhoppers-Trainer, „natürlich werden wir nicht die Punkte kampflos den Hausherren überlassen. Aber nur wenn jeder meiner Spieler bis an seine Leistungsgrenze gehen kann, dann ist es bei den Alpen Volleys möglich, etwas Zählbares zu holen. Aber jede Partie hat ihr eigenes Szenario, deshalb müssen wir abwarten, was am Ende für uns dabei herauskommt.“

Die Fans der Netzhoppers können das Team mental an den Bildschirmen unterstützen. Auf sportdeutschland.tv wird die Partie live übertragen.

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